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Lage in der Innenstadt - nur 100 m vom Mainzer Dom zur Ausstellung
Lage in der Innenstadt – nur 100 m vom Mainzer Dom zur Ausstellung
ÖFFNUNGSZEITEN

im AUSSTELLUNGSRAUM im LEICHHOF 5 in der MAINZER ALTSTADT

Mittwoch – Freitag 14 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag 12 – 19 Uhr

Enjoy the scroll – English version below

organized orgasms ist eine Ausstellung, die verschiedene Aspekte von Sexualität durch den Blickwinkel einer jungen Generation von Künstler*innen betrachtet. So wird die Ausstellung zur Plattform für neue Positionen und die Auseinandersetzung mit einem gesamtgesellschaftlich relevanten Thema: Geschlechtliche und sexuelle Identitätsfindung im digitalen Zeitalter. Im Allgemeinen erleben wir einen Kulturwandel hin zu einer Sensibilisierung für Fragen von Geschlecht und Sexualität. Immer wieder werden diese Themen in den einschlägigen Medien aber banalisiert und populistisch verallgemeinert dargestellt. Das Potenzial dieser Plattform ist die Unmittelbarkeit der künstlerischen Arbeiten, Filme und Auftritte zu nutzen und den Besucher*Innen selbstkritisch, fragend und humorvoll zu begegnen.

Um sich den unterschiedlichen Aspekten ehrlich zu nähern, will organized orgasms Ambivalentes nebeneinander existieren lassen und keine Fragen beantworten, sondern weitere stellen.

organized orgasms geht davon aus, dass Gender flüssig ist und der Blick darauf dem ständigen Wandel unterzogen. Auch Sexualität verändert sich durch neue Erfahrungen und Eindrücke. Genauso ist Kunst ständig im Prozess der Veränderung und bietet daher die ideale Grundlage über diese Themen zu sprechen: Die Grenzen des Kunstbegriffs verflüssigen sich und ein anregendes Werk kann vieldeutig genug sein, unterschiedliche Vorstellungen zu diesem Thema zuzulassen.

Die Ausstellung findet vom 8. Juni bis 2. Juli 2016 statt. 10 ausgewählte Positionen junger zeitgenössischer Kunst mit ihrem individuellen Bezug zu den Themenfeldern des Festivals: Geschlecht & Gesellschaft, Sexualität & Körper, Liebeskonzepte und Intimität & Medien (mehr Info siehe unten)

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organized orgasms is an exhibition that looks at different aspects of sexuality from the perspective of a young generation of artists. The exhibition will form a platform for both new artistic positions and the examination of a theme relevant to the whole of society: the search for gender and sexual identity in a digital age. We are generally experiencing a cultural shift toward increased sensitivity when it comes to questions of gender and sexuality. However, these themes are regularly banalized and populistically generalized in their depictions by the media. The potential of this platform is in the immediacy of the artistic works and the use of film and performance, providing the opportunity for visitors to have an experience that is self-critical, questioning and humorous.

In order to honestly approach these different aspects, organized orgasms aims to let ambivalent ideas coexist alongside one another and, rather than trying to answer questions, to question further.

Organized orgasms assumes that gender is fluid and that any view on it is subject to constant change. Sexuality is also shifting through new experiences and impressions. In the same way, art exists in a perpetual process of transformation and therefore offers the ideal foundation for talking about these themes: the borders of art are becoming fluid and a stimulating work can be ambiguous enough to allow different views and concepts of these themes to co-exist.

The exhibition will take place from June 8th to July 2nd 2016 and will feature the selected works of 10 young, contemporary artists with their individual relationship to the topics of the festival:

Geschlecht und Gesellschaft-01

Gene und Hormone bestimmen nicht ohne sozialen Einfluss die Geschlechterverhältnisse. Das bedeutet, dass Geschlechterverhältnisse inklusive geschlechtliche Identität und Sexualität sozial konstruiert sind und somit veränderbar sein müssten. Und eben weil diese Verhältnisse sozial gemacht sind, liegt es an der Gesellschaft darüber zu diskutieren und dazu soll diese Plattform einladen.

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Gender and Society

It is not without the influence of society that genes and hormones determine gender relations. That means that gender relations, including gender identity and sexuality, are socially constructed and so must be changeable. And precisely because these relationships are social products, it is society’s job to discuss them. We are inviting the public to take part in this discussion.

Sexualität und Körper

Sexualität ist längst kein ausschließlich privates Thema mehr, denn kaum ein Bereich des Intimlebens wurde noch nicht erforscht oder analysiert. Wissenschaft kann aber nur einen Zugang zu einem so hoch emotionalen sowie komplexen Thema finden. Die Kunst findet daher oft einen ganz eigenen Weg die facettenreiche menschliche Sexualität zu beleuchten.

Zahlreiche zeitgenössische Künstler*Innen, allen voran Weibliche, prüfen das gesellschaftliche Frauen*bild. Viele der Künstler*Innen verwenden ihre eigenen Körper in ihrer Arbeit und entwickeln dadurch oftmals diskussionswürdige Widersprüche. Hier erscheint der Körper als Subjekt, Objekt, Modell, Werkzeug- und Bezugsfeld.

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Sexuality has long ceased to be an exclusively private topic, as there is hardly any area of intimate, private life that has not been researched or analyzed. Science, however, can only go so far investigating a theme that is both highly emotional and complex. It is art that often finds its own distinctive way to illuminate the multifaceted nature of human sexuality. 

Numerous contemporary artists, first and foremost female, are examining the social image and perception of women. Many of these artists use their own bodies in their work and in this way often develop contradictions worthy of discussion. Here the body emerges as subject, object, model, tool – and field of reference.

Liebeskonzepte

Liebe, das ist es, was wir alle wollen – nicht nur Zuneigung, oder Kameradschaft, oder Sex. Tatsächlich ist die Beziehung zwischen den verschiedenen Teilen der Liebeserfahrung (Selbstbestätigung, Geschlecht, etc.) ziemlich kompliziert. Und Überraschung, Liebe, so wie wir sie kennen, ist kein universelles menschliches Phänomen: Einige Kulturen kennen das Konzept nicht einmal. Im Wesentlichen ist „Liebe“ also ein kulturelles Phänomen.

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Concepts of Love

Love, that’s what we all want – not just for affection or camaraderie or sex. The relationship between the different aspects of love (self-affirmation, gender, etc.) is, in fact, fairly complicated. And – surprise! – love, as we know it, is not a universal human phenomenon: certain cultures don’t contain the concept at all. Love is then in essence a cultural phenomenon. 

Intimität und Medien

Dieser Teil der Veranstaltungsreihe gilt der näheren Bestimmung von sozialen Wandlungsprozessen durch digitale Medien. Wo einst die Kupplerin wirkte, wird heute getindert, Kommunikationsmittel wie Skype verändern unsere Beziehungsführung und viele Teile des Privatlebens werden, dank Facebook, Google und Co, für immer sichtbar und auffindbar sein – ob man will oder nicht.

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Intimacy and the Media

This portion of the event takes a closer look at the process of social transformation through digital media. Where once the matchmaker reigned, now Tinder holds court. Mediums of communication like Skype are changing the way we handle our relationships and many parts of private life are becoming, thanks to Facebook, Google and Co., permanently visible and traceable – regardless of whether one wants it or not.

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