Zäune

Fences are built out of fear of terror, with the idea that the foreign and unknown should stay outside. Fenced-in places reveal both property and its owner. The fence is a symbol and a springboard for capital and capitalism. An area becomes closed off and its ground made usable in terms of its capacity to be assigned. It is stolen from the general populace and turned into starting capital for individuals or states. But when the market gets saturated – when the limited range of the state can no longer offer any more reasons for investing – then expansion must take place.

Zäune1One story of this expansion is the idea of colonialism, in which people become human capital. As an aspect of how control over this capital is enforced, race and gender can each be seen as a “form of the dismemberment and organization of the manifold, its immobilization and hierarchical arrangement, and its distribution within regions and spaces that are more or less isolated.” (Achille Mbembe 2016: Critique of Black Reason: 77)

Following these thoughts, we wish to question capitalism and its structures of expansion on the one side, and those of confinement and suppression on the other.

Can there be spaces without fences?

____

 

Aus Angst vor Terror werden Zäune gebaut, denn das Fremde, Unbekannte soll draußen bleiben. Im eingezäunten Ort zeigt sich der Besitz mit seinem Besitzer. Der Zaun ist Sinnbild und Ausgangspunkt für Kapital und Kapitalismus. Eine Fläche wird geschlossen und ihr Grund und Boden nutzbar gemacht, indem sie zugeordnet werden kann. Sie wird der Allgemeinheit geraubt und zum Startkapital Einzelner oder des Staates. Wenn aber der Markt übersättigt ist –der eingegrenzte Staatsraum keinen Investitionsgrund mehr bietet– muss expandiert werden.

Eine Geschichte dieser Expansion ist die Idee des Kolonialismus, in der Menschen zum Humankapital werden. Als ein Aspekt der Kontrolle über dieses Kapital kann Rasse und Geschlecht als „Form der Zergliederung und Organisation von Mannigfaltigkeit, ihrer Fixierung und hierarchischer Anordnung und ihrer Verteilung innerhalb mehr oder weniger abgeschotteter Räume“ (Achille Mbembe 2016: Kritik der schwarzen Vernunft: 77) gesehen werden.

Im Anschluss an diese Gedanken wollen wir mittels künstlerischer Arbeiten Kapitalismus und seine Strukturen der expansiven Möglichkeiten auf einer Seite und die der Einengung und Unterdrückung auf der anderen Seite befragen.

Zäune3

 

 

 

Gibt es Räume ohne Zäune?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements